HANAU (mafi/mkl) Seit seiner Premiere zur Jahrtausendwende hat sich der Hanauer Lieferantentag
ständig vergrößert. Zu seiner fünften Auflage zählenden die
die Industrie-und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und der Bundesverband
Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), rund 110 Aussteller aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis,
Unterfranken und dem Raum Fulda. Eröffnet wird heute um 9:30 Uhr mit Landrat Erich Pipa sowie
IHK-Präsident Dr. Walter Ebbinghaus.
"Singles werden kaum einen Partner finden, wenn sie nur zuhause herumsitzen", erklärt
Dr. Achim Knips, der zum achtköpfigen Team gehört, das den Lieferantentag ehrenamtlich
organisiert. Das Kollegium versteht die Messe vor allem als Kontaktbörse, auf dem
Unternehmer, Industrieeinkäufer, Entwickler und Ingenieure miteinander in Kontakt
treten können. Die Idee für den Lieferantentag sei 1999 geboren worden, erinnert sich
Knips. Danals habe die Welt nach China geschaut. "China ist wichtig", erläutert
er, aber es ist genauso bedeutsam, Kooperationspartner in seiner näheren Umgebung aufzutun. Gerade
für kleine Unternehmen wird es außerdem immer wichtiger, sich öffentlich zu präsentieren."
Heute und morgen werden rund 500 Besucher aus produzierenden Branchen in der August-Schärttner-Halle
erwartet. "Der kleine Mittelstand bestimmt den Großteil des Wirtschaftstreibens in
Deutschland", sagt Professort Dr. Horst Ettl, der ebenfalls zum Ehrenamtsteam gehört und
den Lieferantentag für unbedingt unterstützenswert hält. Diesen gelte es mehr zu
vernetzen. Knips stimmt zu. Darüber hinaus sei es wichtig, über Messen wie den
Lieferantentag darauf aufmerksam zu machen, dass Deutschland nicht nur Dienstleister, sondern auch reale
Produktion braucht.
Kooperationen mit Partnern in der Nähe gestalten die Produktion einfacher, flexibler,
günstiger und schneller, sind die Macher überzeugt. Im Zeitalter von Entwicklungspartnerschaften sei
die räumliche Nähe auch im Hinblick auf den Wissenstransfer bei Kooperationen ein
Wettbewerbsvorteil, das gelte auch im Zeitalter der Globalisierung.
Am heutigen Dienstag finden Firmenpräsentationen und Vorträhge zwischen 9:30 und 17 Uhr statt, am morgigen Mittwoch geht der Messebetrieb von 9 bis 16 Uhr. EIn Tagesticket kostet sieben Euro, für den Besuch beider Veranstaltungstage werden zehn Euro verlangt.
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